Dienstag, 13. November 2007
Süßholzraspeln
1. und 2. Weihnachtsfeiertag?
FALSCH: Gruppenseminar! Und zwar den ganzen Tag lang, am 27. dann auch noch mal.
Ich fühle mich in der Ausübung meiner Religion extrem behindert! Ausserdem hatte ich vor an Weihnachten nichts anderes zu machen als im Schlafanzug den ganzen Tag Lego spielend auf dem Boden zu liegen, dabei Lebkuchen zu essen und Glühwein zu schlürfen. Tja, dumm gelaufen, aber ich bin mir sicher, dass man mir in religiösen Belangen entgegen kommen wird und gewisse Fehlstunden verzeiht...
Als Protestaktion habe ich heute die stärkste Waffe auf meine Kollegen angewendet, mit der man je einen Japaner in die Flucht geschlagen hat: Salmiak Pastillen. Meine nunmehr dritte Laktritzattacke auf das japanische Volk. Bei meinem Japanbesuch im letzten Jahr hatte ja ich schon Lakritz und Gummibärchen als gutgemeintes Geschenk aus der Heimat dabei. Während Gummibärchen hier sehr beliebt, allerding auch nicht unbekannt sind (man bekommt sie im Supermarkt), und der Japaner fremden Lebensmitteln gegenüber eigentlich offen und neugierig eingestellt ist, kam das Lakritz garnicht gut an. Die Erfahrung konnte mir im Nachhinein auch meine Schwester bestätigen, die ja selbst einige Jahre im Land der aufgehenden Sonne verbracht hat.
Meine zweite Lakritzattacke (Katzenpfötchen) habe ich zu Beginn meines Aufenthaltes bei meiner Willkommensparty gestartet. Mit selbigem Ergebnis. Da ich geschmacklich aber noch einen drauf setzten wollte, haben wir uns jetzt von Katzes Familie einen Jahresvorrat an Salmiakpastillen schicken lassen. Die Anwendung dieser Lakritzbomben auf meine Kollegen führte zu überschwenglichen Gefühlsregungen, die ich bei (nüchternen) Japanern noch nie erlebt habe: Nachdem mein Kollege Motoo-san sich eine einzelne Pastille in den Mund gesteckt hat, musste er minutenlang sein Gesicht verziehen und ist mir im Labor hinterhergelaufen um sich mit Schlägen zu rächen. Die anderen Kollegen konnte ich danach auch durch Anwendung meiner lauten Stimme und massiven körperlichen Präsenz nicht davon überzeugen, sich auch so eine leckere, kleine Raute in den Mund zu schieben. Sie haben es richtig mit der Angst zu tun bekommen.
Ich bin dann ins Nachbarlabor gegangen und habe Sakata-san attackiert, die nicht minder entsetzt reagiert hat. Als Warnung, sich bloss nicht mit mir anzulegen, werde ich die kleine Tüte jetzt drohend an meinen Schreibplatz hängen!
Katze hat sich übrigens in ihrem Labor auf die gleiche Weise auch schon Feinde gemacht. Meinen Plan, ein paar Pastillen in den Wasserkocher für den heiligen japanischen Tee zu werfen habe ich dann lieber wieder verworfen. Vielleicht sollten wir besser aufpassen, dass wir nicht wegen gemeingefährlicher Übergriffe auf die Bevölkerung ausgewiesen werden...
Sonntag, 4. November 2007
Japaner lieben zu leben!
Anschliessend haben wir uns mit unserem japanischen Freund Guchi in Roppongi in einem Irishpub getroffen. Da grade die Übertragung des Spiels Manchester gegen Arsenal lief, war dort dementsprechend viel los und Guchi stellte dort selbst als Japaner eine Minderheit dar. Als es uns zu Englisch wurde, sind wir nach Shibuya weitergezogen, wo Guchi mit ein paar weiteren Japanern verabredet war. Diese wiederum wollten sich von wieder einem anderen Kumpel in einen Club führen lassen, in dem ein Freund an diesem Abend als DJ auftreten sollte. Nach einer wirren Schnitzeljagd durch Shibuya haben wir dann auch diesen besagten Kumpel gefunden. Er sah aus wie Garth aus Wayne`s World (nur mit schwarzen Haaren). Als er uns im Schlepptau seiner japanischen Freunde entdeckt hatte machte er einen so perplexen Gesichtsausdruck, dass er wahrscheinlich nicht gedacht hat "WEN schleppen die den da an?" sondern "WAS schleppen die denn da an?"..
Nachdem wir ihn aber davon überzeugt hatten, dass wir zwar von weit weg kommen, aber keine Ausserirdischen sind, haben wir uns zusammen auf die Suche nach dem Club gemacht und ihn irgendwann auch endlich gefunden. Der Laden war im zweiten Stock eines Wohnhauses, sollte wohl mal ein Appartement werden und war wahrscheinlich der kleinste Club Tokyos. Dafür aber rappelvoll, sehr gemütlich und die Musik hat uns auch gefallen. Als ich großes, kopfhaardefizientes Ungetüm reinkam, wurde ich zunächst mal wieder von allen angestarrt . Katze kann ja aufgrund ihrer genetischen Ausstattung unter Japanern immer auf Tarnmodus schalten (solange sie nicht den Mund aufmacht), ich sollte mir aber mal ne passende Verkleidung zulegen (schwarze Perücke, dunkle Kontaktlinsen, Bauchweggürtel). Es war ein super lustiger Abend, wir haben ne Menge neuer Leute kennengelernt und als wir uns in den frühen Morgenstunden auf dem Heimweg gemacht haben, wurden wir vom ganzen Laden verabschiedet.
Nach viel zu kurzem Schlaf haben wir Sonntag Mittag zusammen mit einer Arbeitskollegin von Katze in Wako-shi ein klassisches Konzert besucht. Dafür, dass es die Veranstaltung eines Amateurorchesters war, war es sehr beeindruckend. Die Japaner machen halt keine halben Sachen sondern sind Perfektionisten, selbst wenn es um die Ausübung ihrer Hobbys geht!
Da sollte ich mir übrigens mal ein Beispiel dran nehmen, und mich in den nächsten Wochen nochmal so richtig hinter meine Japanischbücher klemmen. Anfang Dezember habe ich mich nämlich etwas überambitioniert für eine Prüfung auf fortgeschrittenem Niveau eingeschrieben, allerdings hinke ich in meinem bis dahin noch zu paukenden Stoff inzwischen ganz schön hinterher. Gestern habe ich mit Akane, meiner Lehrerin, mal einen Probetest bearbeitet. Uiuiuiui, da hab ich ganz schön alt ausgesehen... Also, jetzt Ärmel hoch krempeln, Zähne zusammen beissen und : "Gambarimasu, Gambarimasu!"
Freitag, 2. November 2007
Japaner lieben zu leiden!
Und während ich Deutscher Jammerlappen am heutigen Freitag abend um kurz nach 9 schon wieder einen großen Drang verspüre meine Kolben endlich niederzulegen und den Feierabend einzuläuten, ist im Labor natürlich noch so einiges los. Ich glaube manchmal, die Kollegen messen sich im "tapfer sein": Der eine hat sich heute Mittag einen Weissheitszahn ziehen lassen. Danach ist er sofort wieder ins Labor gekommen und sitzt jetzt immer noch hier! Und kämpft! Ganbatte kudasai! Er verzieht die ganze Zeit den Mund, hält sich die Backe, wackelt auf seinem Stuhl hin und her und scheint sich grade sichtlich nicht so wohl zu fühlen. ABER WER ALS ERSTER HEIM GEHT VERLIERT! Dann lieber noch ein paar Stunden im Labor leiden und auf den Bildschirm starren. Hihi, jetzt hat er grade sein Abendessen einem anderen Kollegen geschenkt.
Als ich mir letzten Sommer zwei Weissheitszähne habe ziehen lassen, hab ich das Leiden in guter Tradition des Deutschen Mannes auch so richtig zelebriert: Eine Woche Wachkoma zu Hause auf der Couch, dabei Fussball WM geschaut, literweise Blut gesabbert und die Katze hin und her kommandiert. Ach, war das schön! Was dem Kollegen da alles entgeht, wenn er sich gleich wieder mit Arbeit von den Schmerzen ablenkt.
Man, bin ich aber heute mal gemein! Aber ich habe noch ein wenig Adrenalin von gestern abzubauen, wo ich mich mit dem hiesigen Entsorgungssystem der Laborabfälle rumärgern musste. Das ist so bürokratisch und unsinnig, dass man am besten gar keine Abfälle im Labor produziert (Hey, da freut sich die Umwelt!). Der Witz ist nämlich, dass man hier jeden Fitzel Filterpapier in ein eigenes Plastiktütchen stecken und dann auf Japanisch drauf schreiben muss, mit welchen Chemikalien das Zeug in Kontakt gekommen ist, sonst nimmt die Entsorgungsstelle das nicht an. Naja, wenn ich immer nur Kochsalz abfiltriere ist das ja nicht so schwierig (hey, das könnte sogar ich auf Japanisch auf das Tütchen schreiben!) und dass man so giftige Sachen wie Quecksilber usw natürlich gesondert entsorgen und angeben muss, sollte einem ja eigentlich der gesunde Menschenverstand sagen (leider zählt der aber hier lange nicht so viel wie all die schönen Regeln und Vorschriften).
Aber jetzt kommt die Preisfrage: Was macht dann jeder klammheimlich, wenn er halt mal was Unbekanntes abfiltriert hat oder irgendeinen einen Siff aufwischen muss, dessen Zusammensetzung zu bestimmen eine mehrjährige Forschungsarbeit sein würde?
Antwort: Dann scheint es einfach in den Hausmüll zu wandern! Na super.
Ich könnte noch unzählige Beispiele von schwachsinnigen Regelungen erzählen, die scheinheilig hochgehalten aber dann doch nicht so ganz eingehalten werden. Immer nach dem Motto, bloss nicht anecken, aufmucken oder was in Frage stellen, was nicht in Frage zu stellen ist. Ich habe langsam auch schon das "Warum" Fragen aufgehört, das bringt hier eh nichts. Lieber immer schön nicken und dann so machen wie man selber meint. Und ich meine jetzt, dass es spät genug für heute ist, lege den Spatel ab, klapp den Rechner zu, wünsch dem Kollegen gute Besserung, setz mich auf mein blaues Damenfahrrad und fahr Heim.
Hab ich halt verloren! Aber dafür hatte ich heute ein paar gute Ideen und ab Montag werde ich wieder weiter kämpfen. Schönes Wochenende!
Sonntag, 28. Oktober 2007
Kartoffeln, Wale und andere Köstlichkeiten
Freitag abend war ich mit den Kollegen in einem Restaurant Shabu Shabu essen. Das ist im Prinzip eine Mischung aus Fondue (in Suppe, nicht in Öl) und Donburi.

Auf in den Tisch eingelassenen Herdplatten köcheln verschiedene, würzige Suppen und man bekommt stapelbare Kästchen mit dünnen Fleischscheiben, dazu Geschnetzeltes vom Huhn, Gemüse und Nudeln und gart alles dann in den dampfenden Töpfen.

Wir hatten für 2 Stunden Tabehodai (All you can eat) und Nomihodai (All you can drink) ausgemacht, konnten also Nachschub an Fleisch (wen interessiert das Gemüse?) bestellen so viel es ging. Und das haben sich die Kollegen nicht zweimal sagen lassen. Kistenweise wurde das Fleisch in den Töpfen versenkt, anstatt es stilgerecht Scheibe für Scheibe mit Hilfe der Stäbchen im Topf zu baden.

Wir haben uns übrigens so überfressen, wir kamen mit dem Trinken nicht mehr hinterher, und das soll schon was heissen in Japan!
Gestern abend habe ich mit Katze dann Deutsch gekocht: Currywürstchen mit Bratkartoffeln. Na, wir haben es zumindest versucht: Die Bratwürstchen japanischer Machart waren eigentlich ganz lecker, wenn sie auch eine seltsame schweinchenrosane Farbe hatten. Aber mit den Kartoffeln hatten wir mal wieder so unsere Probleme. Was heisst eigentlich "festkochend" auf Japanisch? Da das letzte Bratkartoffelexperiment in die Hose gegangen war und Katze geistesgegenwärtig auf Kartoffelpüree umgesattelt hatte, versuchten wir dieses Mal mit aller Vorsicht die gekochten Kartoffeln nicht aus der Form zu bringen...mit mässigem Erfolg... Vielleicht kann uns ja mal jemand ein Carepaket mit ein paar ordentlichen Erdäpfeln schicken!
Vielleicht müssen wir auch einfach noch mehr mit den einheimischen Lebensmitteln experimentieren, auch wenn wir im Supermarkt um die Ecke auch Apfelrotkraut, Gewürzgurken und andere deutsche Produkte bekommen.
Beim letzten Einkaufsbummel lächelte mich übrigens aus dem Fischregal von einer Verpackung ein fröhlicher Wal an um mich zum Kauf von rohem Walfleisch zu animieren. Nein, Danke! Die paar, armen Wale, die es noch gibt, lasst doch bitte am Leben! Der Walfang ist ja weltweit offiziell schon lange verboten. Als mein Kollege daraufhin meinte, dass die Wale ja nur zu Forschungszwecken gefangen werden und das Walfleisch quasi als Nebenprodukt der Forschungsergebnisse in den Supermärkten und Nobelrestaurants landen würde, musste ich aber mal laut lachen. Dass der japanische Walfang unter dem Deckmantel von scheinbarer Forschung eher kulinarischen (und traditionellen) Zwecken dient ist ja kein Geheimnis. Da macht es sich der zu Gehorsam und Gutgläubigkeit erzogene Japaner natürlich leicht, wenn er einfach nachsagt, was man ihm von Regierungsseite vorgibt, selbst wenn er selber Wissenschaftler ist...
Sonntag, 21. Oktober 2007
Baseball...
Nachdem wir ja letztens beim Sumo waren, dem zwar traditionellen, aber leider an Popularität verlierenden Sportereignis, waren wir gestern mal bei dem Sport, der in Japan heutzutage viel mehr Menschen in die Stadien bewegt als alles andere: Baseball!
Was, Baseball? Japaner spielen Baseball? Genauso verdutzt war ich auch beim ersten mal als ich das gehört habe. Aber die Japaner sind ganz verrückt nach Baseball und sie lieben es das amerikanische Vorbild nach allen Regeln der (japanischen) Kunst zu imitieren und setzten in vieler Hinsicht noch einen drauf:
So waren wir gestern auch total beeindruckt von dem, was da im Stadium in Sachen Cheerleader, Anheizer, Blaskapelle und ausrastenden Fans um uns abging. Und dabei waren wir nur bei einem Spiel zweier Uni Teams gegeneinander: Todai gegen Rikkio. Mein Uniausweis der Todai Uni hat uns dabei für schlappe 3 Euro pro Person mitten in den Todai Fanblock befördert und das war hochinteressant und unterhaltsam.
Am Donnerstag noch haben wir zufällig auf dem Uni Gelände einen "Aufmarsch" der Cheerleading und Anheizer Truppe beobachtet. Zu Marschmusik der eigenen Blaskapelle haben die Cheerleader vor einem traditionellen Hauptgebäude der Uni posiert und die in strenge, hochgeschlossene, schwarze Uniformen gekleideten Anheizer haben dazu aus voller Brust Parolen und Kommandos gebrüllt, Fahnen geschwenkt und ein militärisches Theater veranstaltet, das mich sehr daran erinnert hat, was die deutschen Burschenschaften alljährlich in Weinheim an der Bergstrasse veranstalten... Am Freitag kam mir dann ganz unabhängig davon die Idee, die Katze endlich mal mit dem Besuch eines Baseballspiels zu überraschen, und da es anscheinend in dieser Saison nicht mehr möglich ist Tickets für das Profiteam Tokyo Giants im Tokyodome zu erhalten, hab ich mir von einem Kollegen erklären lassen, wie wir zum Spiel der Unimannschaften im Meiji Jingu Stadion kommen.
Um Haaresbreite wären wir zunächst beinahe im Nachbarstadium beim Rugby statt beim Baseball gelandet (hm, ob mit das aufgefallen wäre?), haben es dann aber grade noch rechtzeitig ins richtige Stadion geschafft. Und zwar, wie gesagt, mitten in den Fanblock unter die besagten Anheizer in ihren hochgeschlossenen Uniformen und die Cheerleader Girls in ihren nicht so hochgeschlossenen Uniformen... Und dann ging´s los: Wenn das eigene Team grade am Schlag war, wurde nach vorgegebenem Ritual musiziert, gebrüllt, synchron geklatscht und mit Fanartikeln gewunken was das Zeug hielt. Auf einer Bühne vor uns wurde nach aufwendigen Choreographien getanzt, auf Parolen mit festgelegten Antworten in Sprechchören geantwortet und den Anheizern rituell Wasser in Gesicht geschleudert (ich denke mal, um sie symbolisch zu strafen nachdem sie Zweifel am eigenen Team vorgegeben hatten).
Katze war sofort Feuer und Flamme und hat sich grandios in die Fangemeinde eingepasst, ich brauchte erstmal etwas Anlaufzeit (gemütlich Mittagessen, während um mich herum alles ausrastet und dann die Baseballregeln lesen, die ich mir vorher ausgedruckt hatte). Ich muss ja zugeben, dass ich arge Multitasking Probleme hatte: Wie soll ich gleichzeitig mitgrölen, filmen, die Cheerleader beim Tanz bewundern und dann noch verfolgen, was grade auf dem Feld abläuft und wer jetzt wie viele Strikes, Balls, Outs, Bases und Punkte hat ("Wir sind die mit den blauen Trikots, oder?").
Insgesamt waren die Jungs beider Mannschaften mit dem Bälle treffen und Punkten nicht so erfolgreich, aber unser Team hat schliesslich 3:1 gewonnen, was unseren Fanblock natürlich zum Ausrasten brachte. Ganz andächtig wurde es dann nochmal, als feierlich die Uni Hymne gespielt wurde und alle voller Stolz mitgesungen haben. Anschliessend war es bei uns mucksmäuschenstill als dem Fanblock der Verlierermannschaft Zeit gegeben wurde, ihre Unihymne zu zelebrieren, worauf einer der Anheizer unserer Mannschaft strammstehend sichtlich mit den Tränen kämpfte. Ganz höflich haben sich die Fanblocks aus der Ferne wechselseitig applaudiert und die Flaggen zum gegenseitigen Gruß gesenkt.
Danach haben wir in Reih und Glied unsere verwundeten Kameraden stützend das Schlachtfeld auf Streitwägen und Rössern verlassen, um uns auf den beschwerlichen Heimweg zu unseren Familien und brachliegenden Feldern zu machen... Hey, Leute, war doch nur ein Spiel! Gut das wir gewonnen haben...
und hier das Ganze als Video:
Montag, 15. Oktober 2007
Oshiri Kajiri Mushi!!!!!
und das läuft jetzt in einer ebenso endlosen schleife in meinem Kopf ab...
Apropos, seht mal was Tokyowurst letztens in der U-Bahn gesichtet hat:
Und das auf dem Heimweg vom nunmehr zweiten Oktoberfest, das wir in Japan besucht haben. Es fand am vorletzten Wochenende in der deutschen Schule in Yokohama statt und Katze hat natürlich wieder ihr Dirndl angehabt was den (männlichen) Pendlern in der U-Bahn sichtlich gefallen hat...

Montag letzte Woche (Feiertag) waren wir dann endlich mal wandern. "...Oshiri Kajiri Mushi - Oshiri Kajiri Mushi - Oshiri Kajiri Mushi..." HILFE! ES HÖRT NICHT MEHR AUF!!! Wir haben den Takao-san bestiegen und eine wunderbare Aussicht genossen:

Nach einer sehr arbeitsreichen Woche waren wir Freitag abend mit ein paar Kollegen etwas essen und Samstag frueh sind Katze und ich zusammen zum Japanisch-Übungskreis im hiesigen Gemeindezentrum gegangen. Echt eine super Sache: da treffen sich jeden Samstag morgen japanische Hausfrauen und Rentner mit Ausländern um 2 Stunden lang Japanisch zu üben, in der Gruppe Lernspiele zu spielen und Tee zu trinken. Und das ganze für nen guten Euro Beitrag pro Treffen. Ich war leider noch so müde vom Vorabend, dass meine Aufmerksamkeit und folglich meine Japanischkenntnisse auf das Mindeste reduziert waren. Denn Rest des Tages habe ich dann auch zum Ärger meiner Katze ("Lass uns doch noch mal rausgehen heute!") auf dem Sofa abhängend verbracht (jap: "Kolo-kolo" machen). Gestern sind wir dann wie anfangs erwähnt nach Odaiba gefahren und waren im Schiff-fahrtsmuseum (Bindestrichtrick liebe Mama Kranz, das erspart mir den Blick in den Duden! :-).


...wenn nicht gleich hinter dieser idyllischen Blumenwiese gerade ein Technofestival stattgefunden hätte, das die ganze Insel in einer mega Lautstärke beschallt hat...

"Oshiri Kajiri Mushi - BUMM BUMM - Oshiri Kajiri Mushi - HYPER HYPER - Oshiri Kajiri Mushi - BUMM BUMM - Oshiri Kajiri Mushi..."
Mittwoch, 3. Oktober 2007
Wie wird man ein Sumostar?

in dem man möglichst viel "Running Sushi" mampft!
rechter Stapel: Tokyowurst (7x2 Sushi, 1 Stück Schokotorte)
linker Stapel: Katze (11x2 Sushi!!!!!!, ganze Nacht Bauchschmerzen)
Und hier noch ein Bild vom verregneten Sonntag in Kamakura beim Daibutsu ("grosser Buddah"):
